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Totale Resilienz¹ im 21. Jahrhundert.

Resilienz¹ ist das Buzzword des »digitokalyptischen« Zeitalters. Des 21. und 22. Jahrhunderts. Weshalb? Ob Extremwetter, Übervölkerung, Infektionsausbrüche, Verstädterung, Blackouts, Finanzcrashs, soziale Unruhen, Plünderungen, Sabotagen, Terror … eines zeigt die 2020er Corona-Pandemie deutlicher denn je: Krisen und Katastrophen sind keine Ausnahmesituationen. Krisen werden im 21. Jahrhundert zu den ständigen Begleitern der Menschen. Gefragt sind daher »Schutzfaktorenkonzepte«, die helfen bzw. helfen können, existenziell bedrohliche Lebensrisiken zu überstehen. »Resilienz« ist ein solches Konzept, sie ist erlernbar und kann gefördert werden, wenn sie ganzheitlich und interdisziplinär gedacht und umgesetzt wird – unter Berücksichtigung der durch Lebensstil, Fähigkeiten, Vermögensbasis usw. bedingten unterschiedlichen Voraussetzungen.

Dieses Projekt – SOUVERÆN – möchte Interessierten helfen, widerstandsfähiger zu werden, Widerstandskraft zu erlangen auf der Grundlage eines persönlichen, ganzheitlichen Risikomanagements. Statt Unsicherheiten nach Möglichkeit zu minimieren, gilt es, das Unvorhersehbare zu akzeptieren und sich darauf vorzubereiten, das Unvermeidbare zu überstehen.

Der Weg zur Widerstandskraft für über mehrere Stufen, z.B. über …

  • Vorbereiten und planen
  • Vorhersagen und verhindern
  • Reagieren und sich erholen.

Die Kunst besteht nun darin, sich nicht nur auf irgendwelche Szenarien vorzubereiten und für diese Notfallpläne vorzuhalten. Es kommt darauf an, jene persönliche Kraft zu entwickeln, die stets mit dem Unvorhersehbaren rechnet, die jede bisher nicht bekannte Gefahr bewältigt, die sich verändern kann, ohne sich aufzugeben, die widersteht und jede Gefahr erfolgreich überwindet, um fort zu bestehen.

Der SOUVERÆN-Ansatz zur Resilienz ist ein ganzheitlicher und geht über die »bloße« Einübung der psychisch-mentalen Widerstandskraft hinaus. Betrachtet werden z.B. auch die physische, finanzielle, kommunikative, organisatorische, geschäftliche Wehrhaftigkeit. Voraussetzung ist die Anerkennung und die aufmerksame Analyse der Wirklichkeit, kurz: Informationen …

»Souveræn« versus »Prepper«²

Der resiliente Bürger als »Souveræn« (seiner selbst) ist nicht identisch mit dem durchschnittlichen »Prepper«². Zwar gibt es viele Gemeinsamkeiten und Schnittmengen zwischen beiden. Dennoch sind die grundsätzlichen Überlegungen, Mentalitäten (Geisteshaltungen) und Handlungsstrategien verschieden.

Der »Prepper«² konzentriert sich auf das kurzfristige Überleben einer akuten Katastrophe. Seine Lösungen sind die Bevorratung mit Wasser, Lebensmitteln und Waffen. Sein Modus Operandi lässt sich auf die folgenden Faktoren herunterbrechen:

  • Er hat Furcht vor einer definierten Katastrophe, etwa einem Armageddon-Szenario (z.B. Biowaffen-Terroranschlag, ABC-Waffen-Krieg, Massensterben auslösende Naturkatastrophe), wie es in der Geschichte des Menschen bisher noch nicht vorgekommen ist.
  • Er neigt zur Abkoppelung von der Gesellschaft, ohne selbst un- oder antisozial zu sein oder sein zu müssen. Allerdings geht er davon aus, dass nach einer Katastrophe nur ein sogenannter Off-the-grid-Lebensstil, mit möglichst großer Abschottung von anderen Menschen (räumliche Distanzierung), seine Sicherheit gewährleisten könne (in einer abgelegenen Fluchtburg).
  • Er konzentriert sich auf kurzfristige Bedürfnisse. Ob die Krise 72 Stunden oder sechs Monate anhält, seine Vorgehensweise, nämlich z.B. Wasser und Nahrungsmittel zu lagern, erweist sich als Sackgasse, falls es zu einem vollständigen gesellschaftlichen Zusammenbruch kommen sollte. Denn dieser Modus Operandi ist nicht auf Dauer angelegt und lässt sich nicht auf Dauer durchhalten.

Viele »Prepper«² versuchen zwar, nachhaltigere langfristige Lösungen zu finden, aber diese Lösungen werden stets von der unmittelbaren Sorge um Nahrung, Wasser, Waffen usw. überschattet.

Dies ist der Unterschied zur Idee der Resilienz. Der Unterschied zwischen einer vorbereitenden Denkweise, die sich aus einer kurzfristigen Perspektive auf katastrophale zukünftige Ereignisse mit Notfallplänen konzentriert, und einer Herangehens- und Denkweise, die auf nachhaltige Lösungen setzt, die immer funktionieren, im hier und heute genauso so wie in der Zukunft – und zwar unabhängig von der Art der Krise.

Während der gewöhnliche »Prepper«² z.B. auf Lebensmittelkonserven setzt und mit leeren Händen dasteht, wenn sie aufgebraucht sind, verfügt der resiliente Bürger – der »Souveræn« – über Fähigkeiten, unabhängig von Industrieproduktion und Lieferketten, beispielsweise per »Urban Gardening« (Urbaner Gartenbau), selbst seine Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Das ist der Unterschied.

»Urban Gardening« auf dem Dach eines Parkhauses im Stadtzentrum von Stuttgart. Foto: Robert K. Falck, aufgenommen am 19.09.2019.


¹Resilienz ist die Fähigkeit von Menschen und Institutionen (Individuen, Haushalte, Unternehmen, Gemeinden oder Staaten) akute Schocks oder chronische Belastungen (Stress) aufgrund von fragilen Situationen, Krisen, gewaltsamen Konflikten und extremen Naturereignissen zu bewältigen, sich anzupassen und sich rasch zu erholen, ohne mittel- und langfristige Lebensperspektiven zu gefährden.

²Prepper (abgeleitet von engl.: »to be prepared«; dt.: »bereit sein«) sind Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen wie Lebensmittelbevorratung, Errichtung von Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Funkgeräten, Waffen usw. auf jedwede Art von Krisen und Katastrophen vorbereiten. Auch Zivilschutzbehörden, wie z.B. das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (bbk.bund.de), empfehlen der Bevölkerung, Notvorräte für zirka zehn Tage anzulegen.

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