Das US-amerikanische Fachportal eMarketer berichtet über eine aktuelle Studie aus den USA, die den Einfluss der COVID-19-Pandemie auf den B-to-B-Bereich untersuchte. Hier heißt es: Genauso wie die Verbraucher ihr Leben an die Pandemie anpassen mussten, galt es auch für B-to-B-Unternehmen herauszufinden, wie sie unter diesen Voraussetzungen im Geschäft bleiben, weiter operieren und sich wieder erholen können. Oft erfordere dies eine digitale Umgestaltung der Marketing- und Verkaufsanstrengungen, wird resümiert.

Die Auswirkungen der Pandemie treffen die verschiedenen Wirtschaftssektoren unterschiedlich hart. Zwei Drittel der B-to-B-Akteure aus den Bereichen Tourismus und Gastgewerbe gaben an, dass sie erhebliche Störungen in ihrem Geschäft verzeichnen. Andere hart betroffene Segmente sind personenbezogene Dienstleistungen (60 %), Bildung (52 %), Großhandel (46 %) und gewerbliche Fertigung (46 %). Die B-to-B-Sektoren mit vergleichsweise geringen Auswirkungen sind Technologie und Telekommunikation (21 %), Finanzdienstleistungen (28 %) sowie Energie- und Versorgungsunternehmen (29 %).

Zentrales Problem aller Befragten war bzw. ist die erhebliche Verunsicherung angesichts der Pandemie: 58 Prozent machen sich große Sorgen um Umsatz und Ertrag, 56 Prozent sind besorgt über Cashflow und Liquidität und für 52 Prozent sind die Unterbrechungen ihrer Geschäftstätigkeiten am problematischsten.

Ein möglicher Vorteil von B-to-B-Unternehmen gegenüber ihren Pendants im Business-to-Consumer-Bereich (B-to-C) besteht indessen darin, dass B-to-B-Unternehmen laut einer älteren Umfrage von »Marketing Week« und »Econsultancy« vom März 2020 leichter den Schalter zur Telearbeit umlegen konnten. Ungefähr ein Drittel der B-to-C-Firmen gaben an, dass ihr Unternehmen das Arbeiten von zu Hause aus beherrscht, während 51 Prozent der B-to-B-Unternehmen meinten, dass ihr Unternehmen Telearbeit vom Homeoffice aus gut meistere.

Angesichts der Teams, die von zu Hause arbeiten, und der wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich weiter stellen, werden Antworten auf die Frage gesucht, inwieweit die jüngsten Veränderungen – im Geschäfts- und Alltagsleben – von Dauer sein werden. Auch wenn momentan niemand Prognosen abgeben kann, hilft die Studie insofern weiter, als sie sich auf acht Bereiche des B-to-B-Geschäfts konzentriert, die sich seit Beginn der Pandemie verändert haben. Es wird u.a. untersucht, welche frühen Verschiebungen vorgenommen wurden, welche Lehren daraus gezogen wurden und wie Unternehmen eine langfristige digitale Transformation für eine Welt nach der Pandemie in Betracht ziehen sollten.

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