Wegen der anhaltenden Trockenheit hat die »Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes« (vfdb) erneut vor der zunehmenden Waldbrandgefahr gewarnt. Vor allem im Westen, in der Mitte und in Teilen Nord- und Mitteldeutschlands gebe es starke Niederschlagsdefizite.

Immer gefährlicher werde die Lage dadurch, dass die Vegetation nach den Sturm- und Trockenschäden nun auf weiten Flächen auch durch Borkenkäferbefall vorgeschädigt sei. Mittlerweile greife der Borkenkäfer immer mehr auch bisher noch gesunde Bestände an. Wichtig sei ein vorbeugender Waldbrandschutz. Dazu gehöre die Wegeunterhaltung ebenso wie die Wiederherstellung verfallener Wege, die Vorbereitung und Unterhaltung von Schneisen sowie Entnahmestellen für Löschwasser.

Des Weiteren wird eine noch engere Zusammenarbeit von Forstwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz sowie Feuerwehren angeregt. Insgesamt gebe es auf allen Ebenen zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung erheblichen Forschungsbedarf. Begrüßt werde daher die Initiative der Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, insgesamt 22 Forschungs- und Modellvorhaben zum Thema Waldbrände bundesweit in einem Volumen von insgesamt rund 11,3 Millionen Euro zu fördern.

Der vorbeugende Waldbrandschutz liegt in Deutschland in der Zuständigkeit der Bundesländer und ist in den Landeswaldgesetzen formuliert. Auch sollten europäische Erfahrungen berücksichtigt werden, wie z.B. die georeferenzierte Lufterkundung, um eine Handlungsfähigkeit zu verbessern, heißt es abschließend.

https://www.vfdb.de/vfdb-ev/aktuelles/aktuelle-nachricht/article/waldbrandgefahr-wird-immer-groesser/
Print Friendly, PDF & Email
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.
RSS