Die sichersten Metropolen liegen im Fernen Osten

Angesichts weltweit steigender Bedrohungsszenarien übt die Sicherheitslage einer Destination einen immer größeren Einfluss auf die Reiseentscheidung aus. Die Frage, ob die heutige Verunsicherung eher auf Fakten oder doch nur auf Gefühlen und Gerüchten basiert, wird vom britischen Nachrichten- und Wirtschaftsmagazin »The Economist« inzwischen recht eindeutig beantwortet. Nach den Recherchen der »The Economist Intelligence Unit« haben die anthropogenen, also die durch den Menschen verursachten Bedrohungen (wie etwa Kriminalität, Terror oder Cyberattacken), gegenüber den Vorjahren zugenommen.

Dennoch, so heißt es weiter, seien zahlreiche Destinationen und Städte immer noch recht sicher. Das zeigt auch der »Safe Cities Index 2017« des »The Economist«. In dieser Rangliste werden aktuell 60 Städte weltweit anhand der vier Kriterien

  • Persönliche Sicherheit (d.h. Kriminalität, insbesondere Gewaltverbrechen und Terrorismus)
  • Digitale Sicherheit (Häufigkeit und Üblichkeit von Cyberangriffen in der jeweiligen Stadt)
  • Infrastrukturelle Sicherheit (Zustand von Straßen, Brücken und Gebäuden sowie deren Vulnerabilität [Verwundbarkeit bzw. Verletzbarkeit] im Falle von Naturkatastrophen)
  • Gesundheitliche Sicherheit (hinsichtlich Verfügbarkeit und Effizient von Notfalldiensten, Krankenhäusern sowie allgemein der Zugang zu medizinischen Versorgungsdienstleistungen)

untersucht, bewertet und gelistet. Gold, Silber und Bronze gehen 2017 an die ostasiatischen Großstädte Tokio, Singapur und Osaka. Frankfurt erreicht als einzige deutsche Stadt in dieser Untersuchung Rang elf (und damit nicht die Top Ten). Schlusslicht im Ranking (Platz 60) ist das pakistanische Karatschi.

Übersicht »Safe Cities Index 2017«: Die zehn sichersten Städte (von 60 untersuchten)

01. Tokio, Japan
02. Singapur, Singapur
03. Osaka, Japan
04. Toronto, Kanada
05. Melbourne, Australien
06. Amsterdam, Niederlande
07. Sydney, Australien
08. Stockholm, Schweden
09. Hongkong, Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China
10. Zürich, Schweiz.

Übersicht »Safe Cities Index 2017«: Die zehn gefährlichsten Städte (von 60 untersuchten)

51. Kairo, Ägypten
52. Teheran, Iran
53. Quito, Ecuador
54. Caracas, Venezuela
55. Manila, Philippinen
56. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), Vietnam
57. Jakarta, Indonesien
58. Dhaka, Bangladesch
59. Rangun (offiziell Yangon), Myanmar (früher Birma bzw. Burma)
60. Karatschi, Pakistan.

Hier geht es zum Download der Studie.


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Studie: Wie weit reicht der Reisepass?

Je nach Staatsangehörigkeit ist die Reisefreiheit mehr oder weniger stark eingeschränkt ‒ am besten dokumentiert anhand der »Reichweite« des jeweiligen Reisepasses. Alljährlich erstellt daher die Website »Passportindex« eine Übersicht die zeigt, mit welchen Reisepässen wieviele Länder visumfrei bereist werden können. Nach der aktuellen Erhebung kann man mit dem Pass der Bundesrepublik Deutschland in insgesamt 158 Länder entweder ohne Visum einreisen ‒ oder aber mit einem Visum, das man bei der Ankunft (z.B. am Flughafen) erhält.

Während Deutschland im Rahmen des »Passportindex« nun zwei Jahre in Folge den ersten Platz belegte, wurde es dieses Jahr vom südostasiatischen Stadtstaat Singapur überholt. Dem Inhaber eines Singapur-Reisepasses stehen inzwischen 159 Länder ohne größere Hürden offen. Dieser Sprung an die Spitze erfolgte durch die Entscheidung Paraguays, die Visa-Anforderungen für Reisepassbesitzer aus Singapur abzuschaffen. Für den Index 2017 wurden insgesamt 199 Länder verglichen.

Die »Top Ten« der Reisepässe mit der größten »Reichweite« (in Klammern jeweils die Anzahl der Länder, die visumfrei besucht werden können):

01. Singapur (159)
02. Deutschland (158)
03. Schweden, Südkorea (157)
04. Dänemark, Finnland, Italien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Japan, Vereinigtes Königreich (156)
05. Luxemburg, Schweiz, Niederlande, Belgien, Österreich, Portugal (155)
06. Malaysia, Irland, Kanada, Vereinigte Staaten von Amerika (154)
07. Australien, Griechenland, Neuseeland (153)
08. Malta, Tschechische Republik, Island (152)
09. Ungarn (150)
10. Slowenien, Slowakei, Polen, Litauen, Lettland (149).

Die Reisepässe der Staaten mit der geringsten »Reichweite« (d.h. Visumfreiheit):

89: Sri Lanka, Nepal, Iran, Sudan (34)
90: Bangladesch, Jemen (35)
91: Somalia (34)
92. Syrien (29)
93. Pakistan, Irak (26)
94. Afghanistan (22).

Neben dem »Passportindex« gibt es weitere Websites bzw. Beratungsunternehmen, die Reisepässe nach ihrem Nutzen und ihrer Werthaltigkeit beurteilen sowie eigene Rankings aufstellen, z.B.


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